Amsterdamer Impressionen im Berliner Norden

Die Welterbesiedlung Schillerpark und der Volkspark Berlin

Das Jahr 1924 brachte tiefgreifende Veränderungen im Berliner Wohnungsbau. Die Abkehr von der geschlossenen Blockrandbebauung, mit engen Hinterhöfen und dunklen Seitenflügeln, führte zum Bau einiger wegweisenden Projekte im sozialen Wohnungsbau. Licht, Luft und Sonne waren nun die neuen Leitmotive beim Bau von bezahlbaren Wohnungen. Der Architekt Bruno Taut verwirklichte diese modernen, städtebaulichen Ideale im Berliner Ortsteil Wedding mit der Siedlung Schillerpark, die seit 2008 mit fünf weiteren Siedlungen der Moderne zum UNESCO Welterbe zählt. Innen sowie Außen war alles komplett neu und ungewohnt und stieß nicht immer auf Zustimmung in den Ämtern und Behörden. Die Inspiration für die völlig neuen Dachformen, die roten Backsteinfassaden und die Grünflächen zwischen den Wohnblöcken bekam Bruno Taut während einer Studienreise in Amsterdam.

Sichtachsen und Wege innerhalb der Wohnsiedlung nehmen Bezug zum gegenüberliegenden Schillerpark, der einige Jahre zuvor entstand. Einer der ersten Volksparks Berlins präsentiert sich nahezu originalgetreu mit großen Rasenflächen, sanften Hügeln, Alleen aus alten Bäumen und einer beeindruckenden Gartenarchitektur.
Ein Rundgang über Wohnqualität und Erholung in der wachsenden Großstadt, über architektonische Visionen und Ideale in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dauer: 3 Stunden (Wohnsiedlung und Park)
Preis: 140,00 €

Auf Wunsch kann auch nur die Wohnsiedlung oder nur der Park gebucht werden.
Dauer: 1,5 Stunden
Preis: 100,00 €